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Maria Immaculata (Gerda) Baumann
Lehrerin, Mühlenschwester, Äbtsissin
Vor 100 Jahren, am 16. Mai 1907, wurde Gerda Baumann als jüngstes von sechs Kindern
des Justizoberamtmanns Franz Baumann und seiner Ehefrau Elisabeth in Bruchsal
geboren. Nach der Volksschule besuchte sie auf eigenen Wunsch das humanistische
Gymnasium (damals noch im Schloss Bruchsal), wo sie als einziges weibliches Mitglied ihres Jahrgangs 1925 die
Reifeprüfung ablegte.
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Nach dem Studium der Philologie und Pädagogik trat sie in den
Cistercienserinnenorden ein und erhielt den klösterlichen Namen Sr. Maria Immaculata.
Im Kloster Waldsassen unterrichtete die junge Ordensfrau kurze Zeit in der
Mädchenschule, bekam aber während des Nationalsozialismus Berufsverbot und
verwaltete bis 1952 die dortige Klostermühle. Anfang der fünfziger Jahre wurde sie
Präfektin im Internat sowie Priorin und Cellerarin des Klosters. 1974 wählte der
Konvent Sr. M. Immaculata zur 3. Äbtissin der Abtei Waldsassen. Für ihre Verdienste
und den Erhalt des Klosters erhielt sie zahlreiche hohe Auszeichnungen. Ihrer
Heimatstadt Bruchsal blieb die Äbtissin stets verbunden. Besonders nach 1945 kam
Hilfe und Unterstützung aus Waldsassen. Ihr letzter Besuch galt dem
Schönborngymnasium, wo sie 1985 zur Feier ihres Diamant-Abiturs anwesend war. Am
23.10.1992 verstarb Äbtissin M. Immaculata Baumann O. Cist. in Waldsassen und wurde
auf dem dortigen Klosterfriedhof beigesetzt.
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