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In der Vergangenheit dominierte der männliche Blick die Geschichtsschreibung und dementsprechend wurden
Quellen bewertet, gesichert,
aber auch vernichtet. In Bruchsal kommt dazu, dass das Stadtarchiv am 1.3.1945 zerstört wurde, ebenso
das Material in den privaten Haushalten.
Die Rechte der Frauen waren stark eingeschränkt. Amalie Struve beklagte 1851:
"Die Sklaven sind in dem civilisirten Europa (...) frei geworden; doch die
Frauen besitzen ihre Menschenrechte noch nicht." Nur wenigen Frauen gelang es, aus der zugewiesenen Rolle
auszubrechen.
So verwundert es nicht, dass es einfach ist, berühmte Männer aus der Geschichte auszugraben, namentlich
bekannte Frauen aber selten sind. In der Geschichte stoßen wir auch oft auf Frauengruppen und dort wiederum auf Nonnen.
Bei dieser Gruppe ist die Quellenlage etwas besser, denn die Klöster bestehen bis heute und dort wurden Fotos und
schriftliche Quellen gesammelt. Schwieriger ist es bei Arbeiterinnen (Tabakarbeiterinnen, Weißnäherinnen),
von denen nur wenig überliefert ist.
Unsere neun Tafeln beschäftigen sich mit Frauen aus unterschiedlichen Bereichen und Zeiten:
Amalie, Großherzogin, 1754 - 1832
Marianne Kirchgessner, Glasharmonikaspielerin, 1769 - 1808
Anna Zeiser, Stadträtin, 1861 - 1947
Hedwig Leppert, Lehrerin, 1894 - 1974
M. Immaculata Baumann, Äbtissin, 1907 - 1992
Barbara Ihle, Mundartdichterin, 1871 - 1943
Diakonissen, 1858 - 1966
Vinzentinerinnen, 1858 - 1990
Bühler (Niederbronner) Schwestern, 1859 - 1986
geplant: Amalie Struve, Tabakarbeiterinnen, Weißnäherinnen, Zwangsarbeiterinnen
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